Ein zweites Ziel, vierzehn Tage vor dem Stichtag

Nehmen wir ein Büro mit acht Arbeitsplätzen. Auf allen Rechnern läuft Windows 11 Pro in der Version 24H2. Für diese Rechner enden die Updates am 13. Oktober 2026. Bis zum 28. September 2026 war die Antwort darauf einfach: Update auf Version 25H2, so wie Microsoft es in einer Erinnerung vom 14. September 2026 empfiehlt.

Am 29. September 2026 hat Microsoft dann Windows 11 in der Version 26H2 freigegeben, als Update für Rechner mit 24H2 und 25H2. Bis zum Stichtag blieben damit vierzehn Tage. Die Frage im Büro lautet seitdem nicht mehr nur „Wann aktualisieren wir?“, sondern auch „Worauf?“.

Den Überblick über alle Fristen dieses Tages, auch zu Office und Windows 10, gibt unser Beitrag zu den Support-Enden am 13. Oktober 2026. Hier geht es nur um Windows 11.

Auf einen Blick

  • Windows 11 26H2 ist seit 29. September 2026 allgemein verfügbar, als Aktivierungspaket für Rechner mit 24H2 und 25H2.
  • Die Verteilung läuft gestaffelt. Zunächst bekommen es nur Rechner mit eingeschalteter Einstellung „Neueste Updates erhalten, sobald sie verfügbar sind“.
  • Für Windows 11 24H2 Home und Pro enden die Updates am 13. Oktober 2026, für Enterprise und Education am 12. Oktober 2027.
  • Microsoft hat zwei Empfehlungen veröffentlicht: am 14. September 2026 für 24H2 Home und Pro das Update auf 25H2, am 29. September 2026 für geeignete Geräte das Update auf 26H2.
  • Der Unterschied beträgt ein Jahr: 25H2 bekommt in Home und Pro Updates bis 12. Oktober 2027, 26H2 bis Oktober 2028.

Was am 13. Oktober 2026 endet

Für Windows 11 24H2 in den Editionen Home und Pro endet am 13. Oktober 2026 die Versorgung. Laut Microsoft fehlen danach Korrekturen für bekannte Fehler, Aktualisierungen der Zeitzonen, technischer Support und die monatlichen Sicherheits- und Vorschau-Updates. Das Vorschau-Update ohne Sicherheitskorrekturen vom September 2026 war laut Microsoft bereits das letzte für 24H2.

Ob ein Rechner betroffen ist, hängt an der Edition. Microsofts Versionstabelle trennt zwei Gruppen:

  • Home, Pro, Pro Education und Pro for Workstations: Für 24H2 ist am 13. Oktober 2026 Schluss.
  • Enterprise, Education, IoT Enterprise und Enterprise multi-session: 24H2 bekommt hier noch bis 12. Oktober 2027 Updates.

Welche Edition auf Ihren Rechnern läuft, sollten Sie also nachsehen lassen, statt es anzunehmen. Eine Ausnahme vorweg: Für Windows 11 SE war 24H2 laut Microsoft die letzte unterstützte Version. Was hier zu 25H2 und 26H2 steht, gilt für SE nicht.

Wie 26H2 auf die Rechner kommt

Microsoft liefert 26H2 als Aktivierungspaket aus, englisch „enablement package“. Für Rechner mit 24H2 oder 25H2 heißt das laut Microsoft: ein kleiner Download und ein kurzer Neustart.

Verteilt wird in Stufen. Seit dem 29. September 2026 steht 26H2 zunächst nur auf geeigneten Rechnern bereit, deren Nutzer in Windows Update die Einstellung „Neueste Updates erhalten, sobald sie verfügbar sind“ eingeschaltet haben. Ist das Update für einen solchen Rechner bereit, lädt und installiert es sich laut Microsoft von selbst; ein einziger Neustart schließt den Vorgang ab. In den Monaten nach dem 29. September 2026 will Microsoft die Verteilung ausweiten. Einen Termin, bis zu dem jeder Rechner 26H2 angeboten bekommt, nennt Microsoft nicht.

Für Firmen nennt Microsoft Windows Autopatch und das Microsoft 365 admin center als Wege. Zugleich rät Microsoft Organisationen, zuerst gezielt einzelne Geräte zu aktualisieren und dabei Anwendungen, Geräte und wichtige Arbeitsabläufe zu prüfen.

Nicht verwechseln: Es gibt auch eine Version 26H1. Bestehenden Rechnern mit 24H2 oder 25H2 bietet Microsoft sie nicht als Update an, für Ihren Bestand ist sie also kein Ziel.

Wie lange welche Version Updates bekommt

VersionVerfügbar seitUpdates bis: Home, Pro, Pro Education, Pro for WorkstationsUpdates bis: Enterprise, Education, IoT Enterprise, Enterprise multi-session
26H229.09.2026Oktober 2028Oktober 2029
25H230.09.202512.10.202710.10.2028
24H201.10.202413.10.202612.10.2027
23H231.10.2023bereits beendet10.11.2026

Microsoft nennt dafür eine feste Regel: 24 Monate Updates für Home, Pro, Pro for Workstations und Pro Education, 36 Monate für Enterprise und Education. Für 26H2 nennen wir nur den Monat; warum, steht im Abschnitt über das Offene.

25H2 oder 26H2?

Microsoft hat sich zweimal geäußert. Am 14. September 2026 riet Microsoft, Rechner mit Windows 11 24H2 Home und Pro auf 25H2 zu aktualisieren, damit sie weiter monatliche Sicherheits- und Qualitätsupdates bekommen. 26H2 gab es da noch nicht. Am 29. September 2026 schrieb Microsoft dann im Windows Experience Blog: „We recommend updating eligible devices to Windows 11, version 26H2“, also: geeignete Geräte auf 26H2 aktualisieren.

Beide Ziele sind vertretbar:

  • 25H2 nennt Microsoft für 24H2-Rechner ausdrücklich. Es ist seit 30. September 2025 verfügbar und bekommt in Home und Pro Updates bis 12. Oktober 2027. Wer 25H2 wählt, macht nichts falsch, steht aber im Oktober 2027 vor der nächsten Versionsfrage.
  • 26H2 empfiehlt Microsoft seit 29. September 2026 für geeignete Geräte. Es bringt in Home und Pro Updates bis Oktober 2028, ein Jahr mehr, wird aber gestaffelt verteilt. Ob ein bestimmter Rechner es vor dem 13. Oktober 2026 angeboten bekommt, lässt sich nicht vorhersagen.

Unsere Folgerung, nicht Microsofts: Wichtiger als die Wahl ist, dass am 13. Oktober 2026 kein Rechner mehr mit 24H2 Home oder Pro läuft. Steht 26H2 bereit, folgt das Update Microsofts Empfehlung vom 29. September 2026. Fehlt das Angebot, ist 25H2 ein Ziel, das Microsoft am 14. September 2026 für 24H2 Home und Pro empfohlen hat. Der Weg zu 26H2 bleibt danach offen, denn Microsoft bietet das Aktivierungspaket auch Rechnern mit 25H2 an.

Bei Enterprise und Education läuft 24H2 bis 12. Oktober 2027. Dort lässt sich die Zielversion in Ruhe wählen.

Kommt das Update von allein?

Teilweise, und hier lohnt Genauigkeit. Für Rechner mit Windows 11 24H2 Home oder Pro, die nicht von einer IT verwaltet werden, hat Microsoft im März 2026 ein automatisches Update auf 25H2 angekündigt. Den Zeitpunkt des Neustarts kann man laut Microsoft wählen oder das Update verschieben. Ob diese Rechner seit dem 29. September 2026 stattdessen 26H2 bekommen, sagt Microsoft nicht.

Wer nicht warten will: Laut demselben Hinweis vom März 2026 erscheint bei der Suche nach Updates die Option, Windows 11 in der Version 25H2 herunterzuladen und zu installieren, sobald der Rechner bereit ist.

Für verwaltete Rechner, deren Updates ein Dienstleister oder eine IT-Abteilung zentral steuert, macht Microsoft in den gelesenen Quellen keine Aussage. Unsere Folgerung: Dort entscheidet die Update-Steuerung, die Ihre IT eingerichtet hat. Fragen Sie also nach, statt darauf zu bauen, dass Windows es von selbst regelt.

Bekannte Probleme: kein Sonderrisiko von 26H2

Microsoft führt für 26H2 drei bekannte Probleme, alle mit dem Status „Mitigated“, also abgemildert. Sie gelten laut Microsoft auch für 24H2 und 25H2:

  • USB-Audiogeräte der USB Audio Class 1.0 starten unter Umständen nicht oder bleiben stumm. Andere USB-Audiogeräte sind laut Microsoft nicht betroffen.
  • Rechner in einer Domäne können die Vertrauensstellung zur Domäne verlieren. Betroffen sind mit Credential Guard geschützte Rechnerkonten, für die zuvor Machine Identity Isolation eingerichtet wurde und die nicht mit Domänencontrollern unter Windows Server 2025 verbunden sind.
  • Schwarzer Bildschirm oder Probleme beim Laden des Desktops nach der Anmeldung, vor allem auf Hosts für Azure Virtual Desktop mit FSLogix.

Mit der Wahl zwischen 25H2 und 26H2 hat das also wenig zu tun. Ob eine der Bedingungen bei Ihnen zutrifft, kann Ihr Dienstleister prüfen.

Was Sie Ihren Dienstleister bis zum 13. Oktober 2026 fragen

Umsetzen müssen Sie das nicht selbst. Diese fünf Fragen decken das Wesentliche ab:

  1. Welche Version und welche Edition läuft auf jedem unserer Rechner? Bitten Sie um eine Liste je Gerät. Den Termin am 13. Oktober 2026 haben Rechner mit 24H2 in Home, Pro, Pro Education oder Pro for Workstations.
  2. Stellen wir auf 25H2 oder auf 26H2 um, und warum? Beides ist vertretbar, der Unterschied ist ein Jahr Updates.
  3. Werden unsere Rechner zentral verwaltet, und wie ist die Update-Steuerung eingestellt? Davon hängt ab, ob das von Microsoft angekündigte automatische Update überhaupt greift.
  4. Können wir erst einen Rechner mit unseren wichtigsten Programmen aktualisieren und dann den Rest? Microsoft rät Organisationen dazu. Bei zwei bis fünf Rechnern ist das oft nicht möglich; es ist eine Option, die Sie vereinbaren, kein Automatismus.
  5. Betrifft uns eines der drei bekannten Probleme? Das ist vor allem dann eine Frage, wenn Ihre Rechner Mitglied einer Domäne sind oder Sie Azure Virtual Desktop nutzen.

Was offen ist

Einige Fragen beantwortet Microsoft in den Quellen, die wir am 1. Oktober 2026 gelesen haben, nicht:

  • Das automatische Ziel: Ob nicht verwaltete 24H2-Rechner seit dem 29. September 2026 automatisch 26H2 statt 25H2 bekommen, ist offen. Microsofts Hinweis dazu stammt vom März 2026 und nennt 25H2.
  • Das Tempo der Verteilung: Einen Termin, bis zu dem alle Rechner 26H2 angeboten bekommen, nennt Microsoft nicht.
  • Welche Rechner geeignet sind: Microsoft spricht von „eligible devices“, sagt aber nicht, was einen Rechner geeignet macht. Ob ein Rechner ohne Angebot nur noch nicht an der Reihe ist oder aus einem anderen Grund außen vor bleibt, lässt sich daraus nicht ablesen.
  • Das genaue Enddatum für 26H2 Home und Pro: Microsofts Versionstabelle und die Lebenszyklusseite weichen um einen Tag voneinander ab. Wir nennen deshalb nur den Monat.
  • Weitere Wege und Neuerungen: Andere Verwaltungswerkzeuge als die genannten und die neuen Funktionen von 26H2 haben wir nicht geprüft.

Die wichtigsten Angaben stammen aus Microsofts Versionsübersicht zu Windows 11, der Statusseite zu Version 26H2 und der Statusseite zu Version 24H2.

Unterm Strich

Für Rechner mit Windows 11 24H2 Home und Pro ist der 13. Oktober 2026 ein fester Termin. Es gibt zwei Ziele, beide von Microsoft empfohlen: 25H2 mit Updates bis 12. Oktober 2027 und 26H2 für geeignete Geräte mit Updates bis Oktober 2028, das gestaffelt kommt. Entscheidend bleibt, dass zum Stichtag kein betroffener Rechner mehr auf 24H2 steht.

Wenn Sie wissen möchten, welche Version und Edition auf Ihren Rechnern läuft, und die Zielversion gemeinsam festlegen wollen, sprechen Sie uns an.